Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft

"Du musst ab jetzt für zwei essen". Das ist ein typischer Ratschlag, der von vielen Familienmitgliedern oder Freunden kommt. Leider stimmt das nicht ganz. Tatsächlich ist der Bedarf an fast allen Vitaminen und vielen Mineralstoffen deutlich erhöht. Kaum erhöht ist allerdings dein Energiebedarf. Schwangere benötigen ca. 255 kcal mehr pro Tag und das meist auch erst ab dem 4. Monat. Diese Energiemenge steckt zum Beispiel in einer Scheibe Brot mit Käse oder einem Müsliriegel. 
 
Für dein Ungeborenes kann es sogar sehr ungünstige Auswirkungen haben, wenn du während der Schwangerschaft zu viel zunimmst, da das maßgeblich seinen Stoffwechsel beeinflusst und das Risiko für die Entwicklung verschiedener Krankheiten wie Diabetes oder Adipositas im späteren Alter erhöht. Empfohlen wird eine Gewichtszunahme von 11,5-16 kg, sofern du vor der Schwangerschaft normalgewichtig warst. 
 
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie du den erhöhten Mikronährstoffbedarf decken kannst ohne zu viele Kalorien aufzunehmen. Um das zu erreichen, musst du auf eine nährstoffreiche und energiereduzierte Ernährung achten. Das heißt, du solltest den Fokus auf viel Obst und Gemüse (3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst täglich), Vollkornprodukte, magere Milch- und Fleischprodukte sowie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte legen. Süßigkeiten und sehr fettreiche Lebensmittel sollten in Maßen gegessen werden und eher die Ausnahme sein. Fetten Fisch, der die wichtigen Omega-3-Fettsäuren enthält, solltest du mindestens 2 Mal pro Woche einbauen.
 
Schaffst du es dich größtenteils ausgewogen und gesund zu ernähren, musst du gar nicht so viele Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Ein paar sind aber dennoch häufig notwendig:
 
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Entwicklung von Gehirn und Sehkraft deines Babys und sollten daher unbedingt in ausreichender Menge aufgenommen werden. Studien weisen sogar darauf hin, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft und Stillzeit ausreichend Omega-3-Fettsäuren verzehren, durchschnittlich intelligenter sind und eine bessere Sehschärfe aufweisen (Innig, 1991; Birch und Hoffmann, 1992). Diese wertvollen Fettsäuren befinden sich in fettem Fisch wie Lachs, Makrele, Hering oder Thunfisch, der mindestens 2 Mal pro Woche auf den Tisch kommen sollte. Du magst keinen Fisch oder hast Bedenken aufgrund der häufigen Schadstoffbelastung? Dann kannst du auf Fischölkapseln zurückgreifen, die mindestens 200 mg Omega-3-Fettsäuren enthalten. Wir empfehlen dir folgende Produkte: 
 
Folsäure
Die Einnahme von Folsäure ist besonders zu Beginn der Schwangerschaft von Bedeutung, da ein Mangel zu Neuralrohrdefekten beim Kind führen kann, welche sich durch offenen Rücken, Wasserkopf oder Lippen- und Gaumenfehlbildungen bemerkbar machen. Während der Schwangerschaft liegt der tägliche Bedarf bei 800 μg pro Tag, der zur Hälfte über Nahrungsergänzung abgedeckt werden sollte. Übrigens wird bereits Frauen mit Kinderwunsch empfohlen zusätzlich zu einer folsäurereichen Ernährung 400 μg Folsäure über ein Supplement aufzunehmen. Folsäure befindet sich vor allem in Salat, Vollkornbrot, Brokkoli, Spinat, Hülsenfrüchten oder Fleisch. Leider ist Folsäure sehr hitzeempfindlich, wodurch bei der Zubereitung dieser Speisen ein Großteil verloren geht. Zur Nahrungsergänzung empfehlen wir dir diese Produkte:
 
Jod
Jod wird unter anderem für die Produktion der Schilddrüsenhormone benötigt, die wichtige Aufgaben bei der Regulation des Stoffwechsels einnehmen. Beim Ungeborenen beeinflussen sie unter anderem die Entwicklung der inneren Organe, des Nervensystems sowie der Muskulatur. Eine ausreichende Jodzufuhr kann durch die gezielte Auswahl von jodreichen Lebensmitteln in Kombination mit einem Supplement sichergestellt werden. Gute Jodquellen sind Milch- und Milchprodukte, jodiertes Speisesalz, sowie Meeresfrüchte und Fisch. Zusätzlich sollten Schwangere täglich 100-150 μg Jod in Form eines Supplements einnehmen. Solltest du unter einen Schilddrüsenerkrankung leiden, musst du zuvor unbedingt deinen Arzt konsultieren!
Wir empfehlen dir dieses Jod-Supplement:
 
Eisen
Eisenmangel ist ein relativ weit verbreiteter Mangelzustand unter schwangeren Frauen, der fast 50 % betrifft. Die Folgen sind Müdigkeit, eine höhere Infektanfälligkeit sowie im schlimmsten Fall eine Anämie. Das Ungeborene kommt möglicherweise zu früh und/oder mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht auf die Welt und weißt häufig Entwicklungsverzögerungen auf. Eine ausreichende Eisenversorgung ist also in jedem Fall unbedingt erforderlich und über die normale Ernährung oftmals schwer zu erreichen, da der Bedarf um 100% steigt. Eisenhaltige Lebensmittel sind rotes Fleisch, Hülsenfrüchte (v.a. weiße Bohnen), Vollkornprodukte (v.a. Haferflocken), Nüsse, Kürbiskerne, getrocknete Aprikosen sowie Hirse. Leider ist die Verfügbarkeit von Eisen in pflanzlichen Lebensmittel relativ schlecht, sodass als gute, verlässliche Quellen nur das Fleisch bleibt. Da auch ein zu viel an Eisen negative Auswirkungen haben kann, sollte es erst supplementiert werden, wenn ein Mangel durch den Arzt festgestellt wurde. Zur Ergänzung empfehlen wir dieses Produkt:
 
Zusammengefasst solltest du auf folgendes achten, um deinem Nachwuchs möglichst gute Entwicklungs- und Startbedingungen zu ermöglichen:
  • Supplementiere bereits bei Kinderwunsch 400 μg Folsäure.
  • Supplementiere Folsäure (400 μg), Jod (100-150 μg) sowie Omega-3-Fettsäuren (mind. 200 mg) sobald eine Schwangerschaft festgestellt wurde.
  • Lass regelmäßig deinen Eisenstatus überprüfen und supplementiere sofern dein Wert zu niedrig ist.
 
Wir wünschen dir eine angenehme und gesunde Schwangerschaft und sind bei Fragen jederzeit gerne für dich da!
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